Moshé Feldenkrais - Biographische Übersicht,
zusammengestellt von Livia Calice für eine Ausstellung in der Wiener Secession 1994.
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| 1904 |
geboren am 6. Mai in Baranovitz, in der Ukraine |
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1918 |
verlässt seine Familie und schlägt sich durch in das britische Mandatsgebiet Palästina, beteiligt sich als Pionier am Aufbau von Tel Aviv, lernt Jiu-Jitsu und unterrichtet es in der Haganah, dem Vorläufer der israelischen Armee, arbeitet als Landvermesser |
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| 1928-40 |
Aufenthalt in Paris, Studium der Mechanik und Elektrotechnik an der Ecole des Travaux Publics, anschließend Studium der Physik an der Sorbonne |
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| 1929 |
"Jiu-Jitsu und Selbstverteidigung", Tel Aviv |
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| 1933 |
promoviert als Klassenbester zum Diplom-Ingenieur, lernt den betagten Igoro Kano kennen und die von ihm entwickelte, komplexere Version des Jiu-Jitsu, das Judo, wird in den folgenden Jahren von Prof. Kano und zwei seiner besten Schüler unterrichtet |
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Ein Unfall am Knie wird zum Ausgangspunkt seiner zukünftigen Forschungen |
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"Die Verteidigung des Schwachen gegen den Aggressor", Paris |
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| 1933-40 |
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Radium Institut, baut und betreut Hochspannungsapparate für Joliot-Curie, der mit seiner Frau 1935 den Nobelpreis für atomare Grundlagenforschung erhält |
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| 1934 |
Gründer und Leiter des ersten Jiu-Jitsu Clubs Frankreichs, zählt Frédéric und Irene Joliot-Curie zu seinen Schülern |
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| 1936 |
Schwarzer Gürter in Judo, als erster Europäer |
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| 1938 |
"ABC des Judo", Paris |
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| 1940 |
im Herbst des Jahres wird Feldenkrais mit einem Koffer mit geheimen Dokumenten aus dem Radium Institut, für die französische Exilregierung bestimmt, nach England geschickt |
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| 1940-46 |
Wissenschaftsoffizier in der Versuchsabteilung der U-Boot-Abwehr in Fairlie, Westschottland. Feldenkrais arbeitet vor allem an seiner Dissertation, unterrichtet Judo und entwickelt einen eigenen Bewegungsunterricht: Bewegungsmuster von Säuglingen, Falltechniken und Yoga-ähnliche Übungen |
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| 1943-44 |
beschäftigt sich mit dem Zusammenhang physiologischer Vorgänge mit Denk- und Gefühlsprozessen in einer Vorlesungsreihe |
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| 1945 |
promoviert zum Doktor der Naturwissenschaften an der Sorbonne, Dissertation über Hochspannungsmessung, höchste Auszeichnung |
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| 1947-49 |
schreibt an zwei komplementären Büchern, "Body and Mature Behavior" und "The Potent Self", in denen er die Grundlagen seiner Methode darstellt, unterrichtet Judo und seine eigene Methode in der Gruppe und mit Einzelpersonen |
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| 1949 |
"Body and Mature Behavior - A Study of Anxiety, Sex, Gravitation, and Learning", London |
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Rückkehr nach Israel als Leiter der Elektronikabteilung des Verteidigungsministeriums |
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| 1951 |
"Judo für Schwarze Gürtel", Paris |
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| 1952 |
"Practical Unarmed Combat", London |
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| ab 1952 |
widmet sich ausschließlich der Ausübung und weiteren Entwicklung seiner Methode |
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| ab 1963 |
Vorlesungstätigkeit an der Universität Tel Aviv, Vortragsreisen in Europa und in den Vereinigten Staaten |
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| 1968 |
"Der aufrechte Gang", Frankfurt |
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Erster Ausbildungskurs in Tel Aviv mit 13 Schülern |
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| 1972/73 |
unterrichtet Feldenkrais jeweils einen Monat in Esalen, Kalifornien, arbeitet in Einzelsitzungen mit Schwerstbehinderten, nennt seine Einzelarbeit "Funktionale Integration" |
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| 1975 |
Gastprofessor am Institut für Humanistische Pychologie, San Francisco, leitet eine Ausbildung mit 65 Studenten |
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| 1977 |
"Abenteuer im Dschungel des Gehirns", New York und Frankfurt |
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| 1980 |
Beginn eines dritten Ausbildungszyklus mit 250 Studenten in Amherst, Massachusetts |
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| 1981 |
erleidet Feldenkrais einen Gehirnschlag, von dem er sich nicht mehr gänzlich erholt, ernennt seine langjährigen Assistenten zu Trainern, die die Ausbildung weiterführen |
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| 1982 |
"Die Entdeckung des Selbstverständlichen", Cupertino, Kalifornien |
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| 1984 |
Feldenkrais stirbt am 2 Juli zu Hause in Tel Aviv |
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| 1985 |
posthum: "Das starke Selbst", San Francisco |
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